Stil: Romantisch
In dunkler Stunde, einsam und verloren,
Wo Schatten flüstern, leise, kaum vernommen,
Erhebt die Stille sanft ihr stilles Chor,
Ein Schleier schwer, von Trauern eingewoben.
Die Zeit erstarrt in regungsloser Starre,
Ein Meer aus Tränen, tief und unerreicht,
Gedanken wirbeln in verzweifelter Barre,
Durch Seelen, die in stillem Schmerz erweicht.
Kein Wort vermag das Schweigen zu zerbrechen,
Denn Trauer spricht in Lauten ohne Klang,
In ihr verweilen schmerzlich erdachte Rechen,
Die Wunden reißen auf, noch ungezwang.
Doch in der Stille findet sich das Tragen,
Ein Raum, in dem der Schmerz zu rosten scheint,
Wo leise Stimmen, unsichtbare Pagen,
Die Hoffnung singen, zart und unbeweint.
Vergänglichkeit wird hier zu treuem Wege,
Den man beschreitet, schrittlos und allein,
Doch in der Stille birgt sich eine Lehre,
Dass selbst im Trauern neuer Mut kann sein.
So flüstert Trauer stille Melodien,
Ein Wiegenlied, das durch die Nacht uns trägt,
Bis neue Morgenröten sanft erglühen,
Und Licht die inn’re Dunkelheit erlegt.