Stille der Trauer – Spirituell

Stil: Spirituell

In nächtlicher Einsamkeit, wo Schatten sich neigen,
Sinkt Stille herab, wie ein Tuch aus schwerem Schweigen.
Die Welt hält den Atem, kein Laut wagt zu klingen,
Im Herzen der Trauer beginnt es zu singen.

Ein Seufzen entfaltet sich, leise und fern,
Wie ein Wind, der weht durch das kahle Geäst.
Es flüstert von Zeiten, die geliebt und verloren,
In Erinnerungen, die sanft sich erkoren.

Der Mond malt mit blassem, scheuem Licht
Zarte Muster aus Tränen in das Gesicht.
Es legt sich der Schmerz auf die Seele, schwer,
Als wägt er den Frieden des Herzens so sehr.

Doch tief in der Stille, verborgen und dicht,
Gebiert sich ein Funke, ein schimmerndes Licht.
Denn Trauer ist Liebe, die Halt sucht und Raum;
Ein leiser Beginn, ein behutsamer Traum.

Am Ende der Nacht, mit dem Morgen im Blick,
Wächst Hoffnung aus Asche, Schritt für Schritt.
So trägt die Stille der Trauer den Keim
Von neuem Spüren, von Leben daheim.

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