Tod der Welt – Minimalistisch

Stil: Minimalistisch

Im Schattenreich der letzten Stund,
Wo Nebel flüstern, stumm und kalt,
Die Erde webt den Endgrund,
Ein Schleier fällt, der alles heilt.

Die Flüsse träge, starre Zeit,
Vom Atem leer, kein Wellenschlag,
Die Stille bricht sich mietfrei Bahn,
Ein Herz, das schlägt im letzen Takt.

Der Himmel, bleiern, schwer geneigt,
Trägt keine Sterne, keine Nacht,
In aschgraue Dämmerung getaucht,
Bricht jeglich Licht, das einst entfacht.

Die Wälder, Zeugen alter Pracht,
Entlaubt, verödet, kahl und leer,
Kein Vogel singt, kein Wesen wacht,
Nur Echo hallt im Weltenmeer.

Der Mensch, ein Flüstern nur im Wind,
Erbaute Türme, nun gelegt,
Die Träume welk, die Hoffnung blind,
Hat selbst den Kelch der Zeit geleert.

Der letzte Atemzug versiegt,
In Kreisen zieht die Ewigkeit,
Die Welt, die einst vor Leben schrie,
Liegt nun in stiller Dunkelheit.

So endet, was begonnen hat,
Ein Zyklus, der sich selbst verzehrt,
Der Tod, er webt ein sanftes Band,
Das alles Sein der Welt verklärt.

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