Stil: Leicht
In den Gassen, still und grau,
Flüstern Schatten ohne Ton.
Armut, die verlorene Schau,
Verhüllt im Lächeln von Personen.
Einst war das Leid so offen,
Zeigte sich im rauen Kleid.
Mit leeren Händen, leeren Hoffen,
Fühlte man der Tage Leid.
Doch heute sucht sie still im Verborgenen,
Der Armut schleichende Gestalt,
Verbirgt sich hinter Worten, Sorgen,
Die niemand offen nennt im Wald.
Menschen gehen durch die Straßen,
Mit Augen, die den Glanz verstehn.
Hoffen, glauben, ohne Maßen,
Dass Armut längst nicht mehr besteht.
Doch in den Herzen brennt das Feuer,
Der Sehnsucht nach einem besseren Sein.
Und leise wächst der alte Schleier,
Der verdeckt, was niemand will zu zeigen.
Verloren geht der Ruhm der Tage,
Wo man die Wahrheit deutlich sah.
Die neue Armut, ohne Frage,
Gelangt durch Lücken, Stück für Stück, so nah.
Doch in der Dunkelheit der Stille,
Sprießen Träume voller Licht.
Hoffnung, die mit Herz und Wille,
Der Armut neues Leben spricht.
So ziehen wir durch nebelschwere Straßen,
Mit Blicken voller sanfter Macht.
Die neuen Wege zu erfassen,
Verbirgt die Armut in der Nacht.