Verlorene Jahreszeiten – Kraftvoll

Stil: Kraftvoll

Wenn Blätter im Winde flüstern,
erzähl‘ von Zeiten, die verloren,
als Herbst in Schlummer fiel,
und Winter sein Weiß verkoren.

Der Frühling, einst ein zarter Traum,
ist nun ein Schatten, kaum zu fassen.
Sein Blühen, ein vergehender Raum,
verblasst in kalten Rassen.

Sommer, wo die Sonne brannte,
und in ihre Glut uns zog.
Nur Asche blieb, die einst entbrannte,
und Sterne, die im Dunkeln bog.

Ach, Jahreszeiten, gange ihr,
zurück in alten Zeiten,
wo Melancholie das Herz berühr’,
und Sehnsucht sich nicht konnte streiten.

Im Nebel Zeiger uhrlos geh’n,
wird Nacht zu Tag, wird Tag zur Nacht.
Ein ew’ger Reigen, stummes Flehn,
wo Zeit im Mondlicht wacht.

Verloren sind die Stunden der Lust,
die Vögel schweigen in der Ferne.
Die Zeit, sie zieht in dunklem Schust,
und nimmt das Leuchten der Sterne.

Doch tief im Herzen bleibt ein Klang,
der solche Tage trägt und hält.
Ein Lied, das niemals stirbt, ein Sang,
der flüstert von der alten Welt.

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