Verlorene Jahreszeiten – Minimalistisch

Stil: Minimalistisch

**I. Frühling**

Im Nebel verhüllt der junge Traum,
Blütenknospen frösteln im Grauen.
Ein Vogelstimmenchor, längst verstummt,
Der Duft des Lebens, ungesund.

**II. Sommer**

Glühende Glanz, des Himmels Pracht,
Vergessen im Schatten der langen Nacht.
Barfüß’ge Kinder, die Strände verloren,
Wellen brechen schweigend, kaum geboren.

**III. Herbst**

Goldene Blätter, die Erde ziert,
Vergangenheit, die uns sanft verführt.
Ein Tanz der Winde, der nie begann,
Und Bäume klagend, ohne Bann.

**IV. Winter**

Kristalle fallen, einsam und sacht,
Die Welt in ihrem eisigen Schlaf.
Der Atem der Kälte, Küssen verwehrt,
Zeit, die im Dunkel sich verzehrt.

**V. Epilog**

Die Jahreszeiten, ein kostbares Erbe,
Verloren im Lärm, der alles betörte.
Doch in jedem Herz, ein Flüstern bleibt,
Das Lied der Natur, das uns befreit.

★★★★★