Stil: Leicht
In Nebelschleiern liegt das Tal der Trauer,
Wo die Schatten tanzen, stumm und starr,
Verlorener Tod, du ewiger Grauer,
Der in der Nacht sein bitteres Geheimnis barg.
Die goldnen Ähren sind längst gefallen,
Im Wind verweht das Flüstern der Zeit,
Der Fluss der Leben, nun stilles Wallen,
Trägt fort die Seelen in der Ewigkeit.
Die Berge singen leise Lieder,
Von einer fernen, vergehenden Welt,
Ihre Stimmen werden immer wieder
Erzählt von Winden, die keiner hält.
Wo einst der Tag in Farben brannte,
Liegt nun die Dämmerung, kalt und still,
Der Mond, er webt silberne Bande,
In das Geflecht der Nacht und ihrer Will.
Verlorener Tod, dein Atem ist schwer,
Er haucht auf Blumen seine Schatten,
Und unter Tränen wird das Herz so leer,
Das einst voller Leben und Lachen erwachten.
Im Spiegel der Erinnerungen tanzen
Die Gestalten, die der Tod uns nahm,
Ihr Lächeln verweilt, ein stillem Glanz,
In der Dunkelheit, von Licht umwobenem Rahmen.
Die Sterne weinen funkelnde Tropfen,
Für jeden Verlust, für jedes Gehen,
In jeder Faser der Nacht, gebrochen,
Ein Trauerlied, das über die Welten weht.
Verloren, so viel verloren, die Zeit
Zerrinnt wie Sand durch verwelkte Hände,
Doch Hoffnung blüht aus der Dunkelheit,
Wo der Tod endet, beginnt das Leben ohne Ende.
Ein Herzschlag, verborgen im stillen Raum,
Das Echo eines unerfüllten Sehnens,
Verlorener Tod, ein gebrochener Traum,
Doch in seiner Nacht, das Morgen der Versöhnung.
So reift der Kreislauf von Sein und Vergehen,
Im ewigen Tanz des Kosmos‘ Spiel,
Wo Trauer in Freude übergeht und im Sehen
Des Lebens neue Melodie erklingt, wild und kühl.
Verlorene Tod, ein steter Begleiter,
Dein kaltes Schwingen, doch voller Gnade,
In jedem Ende liegt ein Neubegleiter,
Ein leises Versprechen, ein zarter Faden.