Stil: Philosophisch
Im tiefen Grün, das sanft sich neigt,
Wenn Morgenlicht die Schatten streicht,
Ruht stille Stille, die sich zeigt,
Ein Flüstern, das die Seele reicht.
Die Bäume ragen wie Kathedralen,
Ihr Blätterdach ein stiller Dom,
Wo Winde sanft die Kronen malen,
Ein Ort, in dem die Träume wohn‘.
Ein Teppich aus Moos, der Schritte dämpft,
Verlässt den Pfad aus stein’nen Wegen,
Der Nebel, der die Sinne schwemmt,
Birgt Geheimnisse, die in ihm leben.
Das Rascheln fern von Reh und Hirsch,
Verhallt im Schweigen alter Zeit,
Ein Bach, der plätschert durch den Tiersch,
Singt Lieder voller Heiterkeit.
Hier steht die Zeit in ihrer Pracht,
Ein Fest für dich, der hier verweilt,
Die Hektik der Welt, sie schweigt in Nacht,
Im Wald, der alle Stürme heilt.
O Stille, die in Grün sich wiegt,
Ein Hort der Ruhe, unberührt,
Der Wand’rer, der hier Zuflucht kriegt,
In Frieden seine Seele spürt.
So geh, verlier‘ dich in dem Raum,
Wo Bäume flüstern wie ein Traum,
Im „Wald der Stille“, tief und weit,
Wo Ewigkeit die Zeit befreit.