Wasserfall der Erinnerung – Leicht

Stil: Leicht

In stillen Tälern hebt sich Dunst empor,
Ein rauschendes Geheimnis, grandios entfacht,
Erschaffen durch die Zeit, in ihrem Chor
Erzählt es von Vergessenem in stiller Nacht.

Silbern glänzend fällt’s in tiefen Schlund,
Tränen des Vergangenen, in ewigem Fluss,
Erinnerungen, wie Tropfen, bunt
Vereinen sich im Strudel zu einem Schluss.

Jedes Rauschen, jedes Brausen spricht,
Von Tagen voll von Lachen, Schmerz und Licht,
Vom Wind getragen, im Sonnenlicht
Verflüchtigt sich der Nebel, bricht die Sicht.

Vergangenheit, ein Spiegel glatter Seen,
Im Wasserfall sich Bilder schnell verwehn,
Doch in den Tiefen bleibt das Ersehnte stehn,
Ein steter Strom, nicht greifbar, doch zu sehn.

Wohin die Zeit auch fließt, der Wasserfall,
Er trägt die Malerei der Seele mit,
Im Tosen hallen Stimmen widerhall
Und flüstern von der Hoffnung letztem Schritt.

So steh‘ ich da, gebannt im Wogenspiel,
Lass mich umhüllen von des Wassers Kraft,
Erspüre in der Tiefe Ziel um Ziel,
Wo jede Erinnerung ein neues Bild erschafft.

Der Wasserfall der Zeit in seiner Pracht,
Ein Meisterwerk aus Träumen, still und sacht,
Lässt uns ergründen, was die Seele macht,
Was bleibt, wenn alles andere entfacht.

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