Wasserfall der Seele – Melancholisch

Stil: Melancholisch

Im Dämmerlicht der stillen Geisterstunde,
Erwacht der Strom, der tief in Herzen fällt,
Ein Wasserfall, der ohne Unterlass verkunde,
Was in der Tiefe unserer Seelen schwellt.

**Strophe 1: Die Quelle**
Aus Bergeshöhen, klar und ungebunden,
Entspringt ein Rinnsal, zart und kaum gesehn,
Ein leises Wispern, das in uns gefunden,
Die Quelle alles Lebens, glasklar, schön.

**Strophe 2: Der Fall**
Dann stürzt er sich, der zügellose Reigen,
Ein stürmisch Toben, das die Wände sprengt,
In voller Wucht, wo Felsen sich verneigen,
Ein Donnerhall, der alle Zweifel lenkt.

**Strophe 3: Die Tiefe**
Im tiefen Becken sammelt sich das Schwere,
Wo jede Träne eine Perle birgt,
Gedankenfluten, endlos und doch leere,
Wo alles Schwarz zu neuem Licht erstirbt.

**Strophe 4: Der Strom**
Und weiter fließt er, unaufhaltsam, leise,
Durch Täler, die von Schatten oft bewohnt,
Ein Flüstern, das die Seele neu entgleise,
Ein leiser Trost, der tief im Innern thront.

**Schluss: Die Unendlichkeit**
So endet nicht der Fall, er wird zum Fließen,
Ein ew’ger Kreis in steter Harmonie,
Im Wasserfall der Seele, sanft ergießen,
Sich Träume, die in unsrer Brust verzieh.

In diesem Spiel aus Wellen, Licht und Fragen,
Erfahren wir, was unsre Seelen tragen.

★★★★★