Stil: Nachdenklich
In des Traumes stiller Kammer,
Webt die Sehnsucht das Gewebe,
Zwischen Tagen, die im Jammer
Vergangen sind – so schwer wie Schnee.
Ich blicke auf der Stunden Schwingen,
Ein Flüstern, das die Seele zieht,
Möcht‘ rückwärts durch die Zeiten dringen,
Wo mein Herz ein Echo sieht.
Durch Morgenrot und Abendblüten,
Ersehne ich den reinen Blick,
Durch Schleier, die Vergangenheit hüten,
Will ich reisen, Stück um Stück.
Die Schritte heben sacht die Ferne,
Ein Tanz mit der Vergänglichkeit,
Die Uhren schlafen, Sterne lärmen,
Frei durch die Schleifen der Zeit.
In der Stille dieser Träume,
Wo die Zeit die Sprache verliert,
Hör‘ ich welkes Laub, das Räume
Mir öffnet, in die Sehnsucht führt.
Ein flüchtig‘ Bild, ein wispernd‘ Lachen,
Erscheint mir, als wär’s gestern heut‘,
Erinnerungen, die erwachen,
In denen die Seele sich erneut.
So halt‘ ich Fäden aus Geschichten,
Die längst verweht im Winde sind,
Und wandle durch die dichten Lichten,
Wie es der Wind im Herbst beginnt.
Durch Zeiten, die uns stille rufen,
Wo Echo der Vergangenheit blüht,
Wo Träume sich durch Räume schufen,
Und Sehnsucht ewig weiterzieht.